WorkTime ProHandbuch
Zur Anwendung

Saldo

Der Saldo des Zeitkontos entsteht aus zwei Teilen, und die Unterscheidung ist der Kern der ganzen Rechnung.

TeilWas darin steht
Gebuchtalles, was über einen Abschluss, eine Korrektur, eine Auszahlung oder eine laufende Gutschrift auf dem Konto liegt
Offendie Zeit seit dem letzten Abschluss, bei jeder Abfrage neu aus den Buchungen gerechnet
Gesamtdie Summe aus beiden

Endgültig ist nur der gebuchte Teil. Der offene wird erst mit dem Abschluss festgeschrieben; bis dahin ändert er sich mit jeder Buchung.

Der laufende Saldo

Mit der Freigabe einer Zeitbuchung wandern deren Überstunden sofort auf das Konto — nicht erst beim Abschluss.

So sehen Sie jederzeit, wie viel aufgelaufen ist, und der Überstundenabbau bucht gegen einen aktuellen Stand.

Die Gutschrift hängt eindeutig an der Buchung: Je Zeitbuchung entsteht höchstens eine Zeile. Wird eine Buchung berichtigt und erneut genehmigt, ändert sich diese eine Zeile, und aufs Konto wandert nur die Differenz.

Warum nichts doppelt zählt

Was im offenen Zeitraum bereits laufend gutgeschrieben wurde, steckt zugleich in dessen Soll-Ist-Vergleich. Dieselbe Überstunde stünde damit einmal als Buchung und einmal in Offen. Abgezogen wird sie deshalb vom gebuchten Teil, nicht vom offenen: Endgültig ist eine Gutschrift erst mit dem Abschluss, bis dahin gehört sie zum laufenden Geschehen.

Beim Abschluss geschieht dasselbe noch einmal von der anderen Seite: Was im Zeitraum schon laufend gebucht wurde, wird von der Abschlussbuchung abgezogen, damit der Schlusssaldo derselbe bleibt, als hätte es die laufende Gutschrift nie gegeben.

Der offene Zeitraum

Er beginnt am Tag nach dem letzten Abschluss. Wurde nie abgeschlossen, zählt alles ab der ersten Buchung des Mitarbeiters.

Berechnet wird er über denselben Soll-Ist-Vergleich, der auch dem Zeitkonto-Bericht zugrunde liegt: Soll sind die Arbeitstage im Zeitraum mal dem Tages-Soll aus dem Arbeitszeitmodell, Ist ist die Summe der Nettominuten aller nicht laufenden, nicht abgelehnten Buchungen. Gesetzliche Feiertage senken das Soll, sofern der Betrieb das so eingestellt hat.

Grenzen

An jedem Konto lassen sich eine Ober- und eine Untergrenze führen (null heißt unbegrenzt). Sie verhindern eine Korrektur, die den Saldo weiter in die falsche Richtung treibt; ein Abschluss und eine Auszahlung werden dagegen gebucht und die Überschreitung nur gemeldet.

Liegt der Saldo bereits außerhalb, bleibt jede Buchung in Richtung des erlaubten Bereichs zulässig. Sonst ließe sich ein einmal gerissenes Konto nie mehr geradeziehen.

Der eigene Verlauf

Mitarbeiter mit dem Recht time_account:read_self sehen ihr eigenes Konto als eine Liste: jede Zeile mit dem, was geschah, der Veränderung und dem laufenden Saldo daneben.