WorkTime ProHandbuch
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Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag sagt, was ein Mitarbeiter, eine Abteilung oder ein Zeitraum tatsächlich einbringt:

Deckungsbeitrag = Erlös − Kosten

Wie Erlös und Kosten entstehen

Erlös kommt aus den abrechenbaren Einsatzminuten, bewertet mit dem externen Verrechnungssatz, der für diesen Mitarbeiter am Tag des Einsatzes galt. Abrechenbar ist eine Stunde nur, wenn Einsatz und Projekt sie so führen.

Kosten kommen aus den Nettominuten der Anwesenheit, bewertet mit dem internen Satz desselben Tages. Nicht aus den Einsatzminuten: Bezahlt wird die Anwesenheit, auch die Zeit, die auf keinen Auftrag ging.

Bewertet wird je Buchung mit dem Satz ihres eigenen Tages. Eine Erhöhung zum 1. Juli bewertet den Juni weiterhin mit dem alten Satz.

Was nicht in den Kosten steckt

Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit. Der interne Satz gilt je Stunde, unabhängig davon, wann sie geleistet wurde. Eine Sonntagsschicht kostet den Betrieb tatsächlich mehr.

Der Bericht weist deshalb die zuschlagspflichtigen Minuten eigens aus und vermerkt ausdrücklich, dass die Kosten sie nicht enthalten. Aufgeschlagen wird nicht, und das aus zwei Gründen: Wie hoch ein Zuschlag ist, steht im Tarif- oder Arbeitsvertrag und nicht in dieser Anwendung. Und die drei Zähler überschneiden sich — eine Stunde in der Nacht zum Sonntag steht in beiden. Aus diesen Zahlen einen Betrag zu bilden hieße, ihn zu erfinden.

Für die Abrechnung führt die Buchungsrechnung dieselben Minuten zusätzlich überschneidungsfrei: Feiertag geht vor Sonntag, Sonntag vor Nacht. Jede Minute zählt dort genau einmal, und zwar bei dem Grund mit dem höheren Satz.

Ohne Verrechnungssatz

Buchungen ohne hinterlegten Satz zählen mit ihren Stunden, aber nicht mit Geld. Der Bericht nennt deshalb, für wie viele der gezählten Buchungen überhaupt ein Satz vorliegt — ein Deckungsbeitrag, der auf einem Drittel der Stunden beruht, ist keine Aussage über den Zeitraum.

Der zweite Deckungsbeitrag

Die Rentabilitätsrechnung unter Rentabilität kennt zwei Größen mit demselben Namen, und der Unterschied ist wichtig:

GrößeErlös minus …Wofür
auf Vollkostenden tatsächlich erfassten Kosten (Gehalt, Fahrzeug, Gemeinkosten)was ein Mensch dem Unternehmen wirklich einbringt
kalkulatorischinternem Satz mal gearbeiteten Stundendie Abweichung von der Kalkulation; damit wird zwischen Abteilungen gesteuert

Der kalkulatorische ist leer, solange kein interner Satz gepflegt ist — nicht null. Eine Null sähe aus wie ein ausgeglichenes Ergebnis.

Was der Deckungsbeitrag nicht ist

Er ist keine Gewinn- und Verlustrechnung. Er kennt keine Materialkosten, keine Rechnungen, keine Zahlungseingänge — nur Zeit, bewertet mit zwei Sätzen. Für eine Ampel am Monatsende taugt er; für den Jahresabschluss nicht.