WorkTime ProHandbuch
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Arbeitszeitmodell

Ein Modell beschreibt, wie viel ein Mitarbeiter arbeiten soll — je Tag, Woche und wahlweise Monat — und an welchen Wochentagen. Daraus ergeben sich Überstunden, Zeitkonto-Saldo und die Zahl der Urlaubstage, die eine Woche Urlaub kostet.

Zu finden unter Arbeitszeitmodelle.

Was gepflegt wird

FeldBedeutung
WochenstundenPflichtangabe
Führende GrößeTag, Woche oder Monat — welcher Wert gepflegt wird
Tages-SollStunden je Arbeitstag
Monats-Sollfeste Monatsstundenzahl, etwa 173,33
Arbeitstage0 = Montag … 6 = Sonntag; leer bedeutet Montag bis Freitag
Tage je Wocheersatzweise, wenn keine Wochentage gepflegt sind
Gültig abfür einen Wechsel im Voraus
Kernzeit, Pausenminutenzur Information

Gepflegt wird immer nur ein Stundenwert. Die anderen beiden ergeben sich daraus, damit sie nicht auseinanderlaufen können. Welcher führend ist, hält die Anwendung fest — ohne diese Angabe wäre bei einer späteren Änderung der Arbeitstage nicht mehr erkennbar, was nachzuziehen ist.

Das Tages-Soll

Vorrang hat das ausdrücklich gepflegte Tages-Soll. Fehlt es, werden die Wochenstunden auf die Arbeitstage verteilt.

Ist das Modell auf eine feste Monatsstundenzahl gestellt, wird diese auf die Arbeitstage des jeweiligen Monats verteilt. Das Tages-Soll schwankt dadurch von Monat zu Monat — genau so ist es gemeint: Vereinbart sind die Monatsstunden, nicht die Tagesstunden, und ein Februar hat weniger Arbeitstage als ein März. Über den Monat gerechnet kommt immer die vereinbarte Zahl heraus.

Hat ein Mitarbeiter überhaupt kein Modell, gilt die Regelarbeitszeit des Mandanten (ab Werk 480 Minuten).

Ein Wechsel im Voraus

Über Gültig ab lässt sich ein Modellwechsel eintragen, bevor er gilt. Maßgeblich ist jeweils das Modell mit dem jüngsten Beginn, der nicht in der Zukunft liegt. Modelle ohne Beginn gelten von Anfang an und kommen nur zum Zug, wenn kein datiertes greift.

Gilt für einen Mitarbeiter mehr als ein Modell, entscheidet also der Gültigkeitsbeginn — nicht die Reihenfolge der Zuordnung.

Der Stimmigkeitshinweis

Passen Tages- und Wochenstunden nicht zusammen, weist die Anwendung darauf hin, ohne abzuweisen. Abweichungen sind fachlich zulässig — etwa ein kürzerer Freitag —, sollen aber auffallen, wenn sie unbeabsichtigt sind. Eine Toleranz von sechs Minuten fängt Rundungen ab.

Wo das Modell überall wirkt

  • Überstunden je Buchung: Nettozeit minus Tages-Soll.
  • Soll-Ist-Vergleich im Zeitkonto und im Zeitkonto-Bericht.
  • Urlaubstage: Wer drei Tage die Woche arbeitet, verbraucht für eine Urlaubswoche drei Tage, nicht fünf.
  • Überstundenabbau: Die abgefeierten Minuten sind Arbeitstage mal Tages-Soll.
  • Auslastung in der Rentabilitätsrechnung.