Urlaubsübertrag
Zum Jahreswechsel wandert der Resturlaub in das folgende Jahr. Ohne diesen Vorgang verschwände er am 31. Dezember — für den Betrieb bequem, für den Mitarbeiter falsch.
Was übertragen wird
Anspruch + gültiger Übertrag des Vorjahres − genommen
Das noch nicht Entschiedene bleibt außen vor: Es ist kein Rest, sondern eine Absicht.
Ein überzogenes Konto überträgt keine Schuld: Wer zu viel genommen hat, startet bei null, nicht im Minus.
Übertragen wird nur für Abwesenheitsarten, die auf den Urlaub angerechnet werden, und nur für Mitarbeiter, die nicht gelöscht sind.
Der Verfallstichtag
Nach §7 Abs. 3 BUrlG ist die Übertragung nur bei betrieblichen oder in der Person liegenden Gründen zulässig, und der übertragene Urlaub ist bis zum 31. März zu nehmen. Das ist die Vorgabe.
Viele Betriebe gewähren länger. Unter Einstellungen lässt sich der Stichtag als MM-TT einstellen; wer gar nichts verfallen lassen will, trägt einen Termin am Jahresende ein.
Nach dem Stichtag zählt der Übertrag in keiner Rechnung mehr mit — weder im Resturlaub noch in der Anspruchsprüfung. Die Übersicht zeigt ihn trotzdem: als verfallen neben dem, was noch gilt.
Von Hand
Unter Urlaubsübersicht lässt sich der Übertrag für ein Vorjahr auslösen — für alle Mitarbeiter oder für einen einzelnen. Nötig ist das Recht leave:approve zusammen mit employee:write.
Der Vorgang ist wiederholbar: Ein bereits gesetzter Übertrag wird ersetzt, nicht addiert. Sonst verdoppelte ein zweiter Aufruf den Anspruch.
Von selbst
Ab Werk aus. Ansprüche eines ganzen Jahres zu verschieben ist nichts, was ohne Hinsehen geschehen sollte; wer den Übertrag ohnehin jedes Jahr gleich vollzieht, schaltet ihn unter Einstellungen ein.
Der Lauf geht täglich um zwei Uhr, tut aber höchstens einmal je Jahr etwas: Ein Vermerk am Mandanten hält fest, für welches Vorjahr es bereits geschehen ist. So geht der Übertrag auch dann nicht verloren, wenn der Server in der Neujahrsnacht nicht lief.
Ein Mandant mit krummen Daten hält die übrigen nicht auf; der Fehler steht im Protokoll.
Im Prüfprotokoll
Festgehalten werden Vorjahr, Zieljahr, Verfallstichtag und die Liste der übertragenen Konten mit Namen und Tagen. Beim automatischen Lauf steht kein Benutzer daran — das ist ehrlicher, als einen Menschen einzutragen, der nichts getan hat.