WorkTime ProHandbuch
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Pausenerfassung

Der Schalter entscheidet, wer die Pause bezahlt. Er steht unter Einstellungen für den ganzen Mandanten und lässt sich am einzelnen Mitarbeiter abweichend setzen.

Erfassung an — die Vorgabe

Der Mitarbeiter stempelt seine Pause; sie geht von der Arbeitszeit ab. Wurde weniger gestempelt, als §4 ArbZG verlangt, kürzt die pauschale Kürzung den Rest — sofern sie eingeschaltet ist.

Erfassung aus

Es gibt keinen Pausenknopf. Der Mitarbeiter macht seine Pause trotzdem, und der Betrieb bezahlt sie: Abgezogen wird nichts, die ganze Anwesenheit ist Arbeitszeit.

Festgehalten wird sie dennoch — in einem eigenen Feld an der Buchung, mit der Länge, die §4 für diesen Tag verlangt (30 Minuten ab sechs, 45 ab neun Stunden).

Dieses Festhalten ist der eigentliche Punkt. Ohne es stünde in den Unterlagen ein Neun-Stunden-Tag ganz ohne Pause, und bei einer Prüfung nach §22 ArbZG wäre der Betrieb in der Lage, das Gegenteil behaupten zu müssen, ohne es belegen zu können. Der Eintrag ist die Regel des Betriebs, keine Messung — so steht es auch am Feld im Datenmodell.

Für die ArbZG-Prüfung zählt diese protokollierte Pause mit: Das Gesetz verlangt, dass eine Pause gewährt wird, und ein Betrieb, der sie bezahlt und im Ablauf vorsieht, gewährt sie.

Warum die pauschale Kürzung dann wirkungslos ist

Die Kürzung zieht Minuten ab, weil keine Pause gebucht wurde — bei abgeschalteter Erfassung wird grundsätzlich keine gebucht. Beide Schalter unabhängig zu lassen hieße, dass ein Betrieb, der Pausen mitbezahlen will, jedem Mitarbeiter trotzdem täglich eine halbe Stunde abzieht: das genaue Gegenteil dessen, was er eingestellt hat.

Ist die Erfassung aus, ist die Kürzung deshalb aus, gleich was an ihrem eigenen Schalter steht.

Bestehende Mandanten

Ein fehlender Eintrag gilt als an. Bei Mandanten, die es vor dieser Einstellung schon gab, existiert der Eintrag nicht, und sie haben ihre Pausen bisher gestempelt. Ihn als „aus“ zu lesen hieße, ihnen mit dem Einspielen einer neuen Fassung stillschweigend die Pausenabzüge zu nehmen.

Wer die Frage beantwortet

Der Server, nicht die Oberfläche. Der geltende Wert entsteht aus der Einstellung des Mitarbeiters und der Vorgabe des Mandanten; die Oberfläche kennt immer nur eine von beiden. Rechnete sie ihn selbst zusammen, gäbe es zwei Fassungen derselben Regel — und ein Knopf, den es laut Server nicht gibt, führte zu einer Pause, die nirgends abgezogen wird.

Der Stempeluhr-Status liefert deshalb mit, ob dieser Mitarbeiter einen Pausenknopf bekommt.