WorkTime ProHandbuch
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Verrechnungssatz

Ein Satz gilt für einen Zeitraum und trägt zwei Zahlen:

  • Externer Satz — was dem Kunden je Stunde berechnet wird. Daraus entsteht der Erlös.
  • Interner Satz — der kalkulierte Kostensatz je Stunde. Er ist eine gesetzte Größe aus der Kalkulation.

Zu finden unter Kosten & Sätze.

Für wen ein Satz gilt

Jeder Satz trägt genau eine Zuordnung. Im Formular unter Gilt für:

Zuordnungwofür
den ganzen Betriebdie Vorgabe, wenn nichts Spezielleres greift
einen Mitarbeiterein Meister bringt mehr ein als ein Geselle
einen Kundenein Rahmenvertrag: Bei Meier gilt 75 €, bei Schulz 85 €
ein Projektein einzeln verhandelter Auftrag

Welcher gewinnt

Von speziell nach allgemein:

Projekt → Kunde → Mitarbeiter → Betrieb

Die Reihenfolge geht von der engsten Vereinbarung aus: Wer für ein Projekt einen Preis ausgehandelt hat, meint diesen und nicht den Rahmenvertrag, unter den es fällt.

Gefunden wird der erste, der für den Tag der Buchung gilt. Gibt es auf keiner Stufe einen, bleibt der Erlös bei null.

Nur der externe Satz hängt am Kunden

Ein Kunden- oder Projektsatz trägt keinen internen Satz — das Feld erscheint dort gar nicht erst.

Der Grund ist keine Vereinfachung, sondern eine Aussage: Was ein Mitarbeiter kostet, hängt an seinem Vertrag und nicht daran, bei wem er gerade steht. Griffe der Kundensatz auch auf die Kostenseite durch, machte ein guter Preis aus sich heraus eine gute Marge — und der Deckungsbeitrag wäre wertlos.

Die Kosten folgen deshalb einer eigenen, kürzeren Regel: Mitarbeiter → Betrieb.

In der Liste steht am Kundensatz ein Strich in der Spalte Intern, keine Null. Eine „0,00 €“ läse sich wie „kostet nichts“.

Überall dieselbe Regel

Zeitbericht, Tagesplanung und Rentabilität wenden dieselbe Regel an. Dieselbe Stunde ergibt deshalb überall denselben Erlös.

Welcher an einem Tag gilt

Gültig ist, was den Tag einschließt: gültig ab ≤ Tag und (gültig bis leer oder ≥ Tag). Gibt es mehrere, entscheidet der jüngste Beginn.

Der Tag ist der der Buchung, nicht der der Auswertung. Eine Erhöhung zum 1. Juli bewertet den Juni weiterhin mit dem alten Satz.

Keine zwei gleichzeitig gültigen Sätze

Beim Anlegen und beim Ändern prüft die Anwendung, ob sich der Zeitraum mit einem bestehenden Satz derselben Zuordnung überschneidet:

Für diesen Kunden gilt in diesem Zeitraum bereits ein Satz (ab … bis …). Zwei gleichzeitig gültige Sätze ließen offen, mit welchem gerechnet wird — bitte den bestehenden zuerst befristen.

Sätze verschiedener Stufen stören einander dabei nicht: Der speziellere geht vor, das ist die Regel und keine Kollision. Ein Kundensatz neben einem Mitarbeitersatz ist gewollt.

Zusätzlich wacht die Datenbank darüber: Eine Ausschlussbedingung über den Gültigkeitszeitraum lässt überlappende Sätze gar nicht erst entstehen.

Wo der Satz auftaucht

  • Zeitbericht: Erlös aus den abrechenbaren Stunden, Kosten, Deckungsbeitrag.
  • Tagesplanung: die überschlägige Rechnung je geplantem Einsatz. Die Zahl hängt dort am Einsatz, nicht am Mitarbeiter: Wer vormittags bei Meier und nachmittags bei Schulz ist, bringt in denselben zwei Zeilen Verschiedenes ein.
  • Rentabilität: der interne Satz geht in den kalkulatorischen Deckungsbeitrag ein.

Ohne gepflegten Satz zeigen die Auswertungen keine Null, sondern sagen, dass keine Kostendaten hinterlegt sind. Eine ausgewiesene Null liest sich wie eine Feststellung, dabei ist schlicht nichts eingetragen.

Abgrenzung: der interne Satz aus den Vollkosten

Die Rentabilitätsrechnung kennt einen zweiten „internen Satz“: die Vollkosten je gearbeiteter Stunde, gerechnet aus den erfassten Kostenbestandteilen. Das ist etwas anderes als der hier gepflegte Satz. Siehe Deckungsbeitrag.