Fahrzeiten aus echten Fahrten
Die Fahrzeit wird aus der Entfernung geschätzt: Luftlinie × 1,3, geteilt durch die eingestellte Durchschnittsgeschwindigkeit. In der Stadt ist man aber langsamer als auf dem Land. Deshalb hält das Programm jede echte Fahrt fest, vergleicht sie mit ihrer Schätzung und lernt daraus je Ort einen Verkehrsfaktor. Mit ihm werden die nächsten Schätzungen für diesen Ort gerechnet.
Ein Beispiel
Geschätzt war die Anfahrt mit 5 Minuten, gefahren wurden 10. Eine einzelne Fahrt verschiebt den Faktor nur ein Stück — es kann ja ein Stau gewesen sein. Nach dieser ersten Fahrt rechnet das Programm für den Ort mit rund × 1,3. Damit werden aus 4,8 Minuten 6,1, aufgerundet auf fünf also 10 Minuten. Nach zehn ähnlichen Fahrten liegt der Faktor fast bei 2.
Welche Fahrten gemessen werden
| Fahrt | beginnt | endet |
|---|---|---|
| Anfahrt | mit dem Losfahren an der Firma | mit Beim Kunden angekommen |
| Direktfahrt | mit der Abfahrt beim vorigen Kunden | mit Beim Kunden angekommen beim nächsten |
| Rückfahrt | mit der Unterschrift unter dem Arbeitsnachweis oder Lieferschein, oder mit Fahrt zur Firma beim Beenden | mit In der Firma angekommen |
Gemessen wird nur, wo Start und Ziel bekannt sind: Das Telefon gibt seinen Standort weiter, und der Firmenstandort ist eingetragen. Bei der Direktfahrt vergleicht das Programm die echte Fahrt mit der Schätzung vom vorigen Kunden zum nächsten. Die Anfahrt ab der Firma, die der Kunde bezahlt, spielt dafür keine Rolle.
Beim Kunden angekommen gibt es, wenn die Fahrt eigens abgerechnet wird (Fahrtsatz oder Kilometerpauschale), und nach einer Direktfahrt. Rechnet der Betrieb die Fahrt wie Arbeitszeit, lernt das Programm aus den Rückfahrten.
Für welchen Ort gelernt wird
Der Ort kommt aus der Anschrift des Projekts, sonst aus der des Kunden. „Hamburg“ und „hamburg“ sind derselbe Ort. Zusätze wie „(Elbe)“ oder „OT Nord“ fallen weg. Steht in der Anschrift kein Ort, gilt ein Raster von etwa zehn Kilometern um das Ziel.
Hat ein Ort noch keine Fahrten, gilt der Faktor des ganzen Betriebs. Jeder Ort lernt von diesem Ausgangswert aus, deshalb wird eine einzelne Fahrt nicht gleich zur Regel.
Was nicht zählt
- Fahrten, die mehr als dreimal so lange dauerten wie geschätzt — unterwegs getankt, eingekauft oder Mittag gemacht.
- Fahrten unter einem Viertel der Schätzung — losgefahren, ohne zu stempeln.
- Strecken unter einer Minute Schätzung.
Solche Fahrten stehen trotzdem im Fahrtenbuch, mit dem Vermerk „Passt nicht zur Strecke, zählt nicht“. Fahrten über zehn Stunden werden gar nicht erst festgehalten.
Je Ort zählen die jüngsten 50 Fahrten, und zwar der Median, nicht der Durchschnitt. Ein einzelner Stau verschiebt ihn nicht.
Einstellungen → Fahrzeiten aus echten Fahrten
| Bereich | Was er zeigt und kann |
|---|---|
| Aus echten Fahrten lernen | ab Werk an. Aus: Es gelten nur die Faktoren von Hand, sonst 1. Die Fahrten werden weiter festgehalten |
| Ganzer Betrieb | was gelernt ist, was gilt, und ein Feld für den Faktor von Hand |
| Je Ort | Fahrten und davon gezählte, Ø geschätzt und Ø gefahren, gelernter und geltender Faktor, Feld für den Faktor von Hand |
| Fahrtenbuch | die letzten 50 Fahrten. Nicht mitzählen nimmt eine Fahrt mit Umweg aus dem Lernen heraus, Wieder mitzählen holt sie zurück |
Ein Faktor von Hand liegt zwischen 0,5 und 4. Es gilt: von Hand vor gelernt, der Ort vor dem Betrieb. Wieder lernen löscht den Faktor von Hand, danach gilt wieder der gelernte.
Sehen darf die Fahrzeiten, wer das Recht settings:read hat. Ändern darf sie, wer settings:update hat.
Wo der Faktor zu sehen ist
- Beim Arbeitsnachweis und beim Lieferschein steht unter der geschätzten Rückfahrt zum Beispiel „Verkehr in Fahrstadt: × 1,3, gelernt aus 4 Fahrten.“
- Nach Beim Kunden angekommen steht der Faktor hinter den geschätzten Minuten.
- Die Minuten bleiben wie bisher von Hand änderbar.
Mehr zur Fahrt selbst steht unter Losfahren und Arbeitsnachweis.